Sind wir Freaks, Revoluzzer oder Trendsetter?

Schlechte Nachrichten für ZeroWaste-Begeisterte, Minimalisten, grüne Pioniere, Menschen, die sich um die Zukunft dieses Planeten sorgen : Nicht ganz so fortgeschrittene Mitmenschen halten uns nämlich für uncool und zwar aus psychologischen Gründen, damit sie selbst kein schlechtes Gewissen haben müssen. S0 das Ergebnis einer aktuellen Studie, die Ihr hier findet:  https://heft.harvardbusinessmanager.de/digital/#HM/2016/5/144075276

image-980347-magazincover120-ebbb-980347Wir sind scheinbar als Querdenker und Vorreiter eines innovativen Lebensstils notorische Unruhestifter, die von ihrem Umfeld gern mit Skepsis betrachtet werden. Wie können wir das ändern? Vielleicht so:

„Der junge Pilot Ben Kohlmann galt unter seinen Offizierskollegen bei der U. S. Navy als Quertreiber, Aufwiegler, Störer, Ketzer oder Radikaler – was sie durchaus freundlich meinten. Um der starren Organisation mehr Innovationsfreude zu verleihen, gründete Kohlmann ein Netzwerk aus ganz unterschiedlichen Freigeistern, die Freude daran hatten, eingefahrene Annahmen zu hinterfragen und Neues zu entwickeln So pflanzte er jungen Marinesoldaten neue Denkansätze ein, indem er sie in zivile Innovationszentren wie zum Beispiel bei Google schickte. Und er gab ihnen eine monatliche Leseliste zum Thema Innovation. Relativ schnell entstanden Modellprojekte wie der Einsatz von 3D-Druckern auf Schiffen und von Roboterfischen für Tarnkappenmissionen unter Wasser. Binnen weniger Monate wurde die U. S. Navy zu einer Organisation, in der sich Freigeister die Klinke in die Hand gaben und die vor Kreativität und Originalität nur so strotzte.“
Den kompletten Originalartikel und mehr dazu findet Ihr hier.

Eigentlich ist die lebendige Blogger-Community im Bereich Zero Waste, Nachhaltigkeit, Minimalismus – also Ihr alle! – doch auch so ein innovatives Netzwerk! Ich hoffe, wir schaffen es zusammen, das Innovationsklima dieser Gesellschaft auf unser Niveau zu heben!

Ich glaube, dass es funktioniert: Ohne all die Plastikfrei-Blogs mit ihren Super-Tipps hätte unsere Familie es z.B. mit unserer Müllvermeidung nie so weit geschafft, wie wir jetzt nach gut einem Jahr ZeroWaste gekommen sind. Und wir wären vermutlich nie auf die Idee gekommen, als nächsten Schritt eine Kaufdiät zu beginnen. Also: Bloggen hilft! Deswegen ein herzliches Dankeschön an Euch alle, die Ihr unermüdlich nach neuen Lebensstilen sucht und darüber bloggt! Irgendwann schaffen wir es und unsere Ideen werden Mainstream! Hoffentlich noch rechtzeitig! Aber immerhin, sogar der Harvard Business Manager ist inzwischen auf unserer Seite…

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2 Gedanken zu “Sind wir Freaks, Revoluzzer oder Trendsetter?

  1. Hallihallo, liebe Kaufdiät-Familie,
    „Nicht ganz so fortgeschrittene Mitmenschen halten uns nämlich für uncool…“ Ich muss zugeben, dass ich mir da mittlerweile ein ziemlich dickes Fell zugelegt habe. Nicht ganz so fortgeschrittene Menschen sind nämlich genau das: nicht fortgeschritten, also nicht zukunftsfähig 😉 Also: Wen kümmerts?
    Klar, dauernd mit erhobenem Zeigefinger durch die Welt laufen und allen Leuten auf die nerven gehen, das bringt gar nichts. Damit schreckt man ja eher ab.
    Mit dem Modell „stilles Vorbild“, also sich nicht aufzudrängen, aber jedem, der mich darauf anspricht, gerne Auskunft zu geben, fahre ich aber seit über einem Jahr ganz gut und habe bisher nur positive Reaktionen erhalten.
    Viele liebe Grüße
    Pip

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    • Hallo Pip,
      genau so denke ich im Prinzip auch. Allerdings musste ich feststellen, dass der Konformitätsdruck mit den Jahren gefühlt zunimmt. Mit dem Eintritt ins Berufsleben und dann noch stärker mit dem Beginn des Familienlebens steigt plötzlich das Konsumniveau des sozialen Umfelds massiv an und die Lust an alternativen Lebensweisen nimmt deutlich ab… Kleidung, Wohnungseinrichtung, Autos, Reisen, Technik-Gadgets etc. werden plötzlich immer wichtiger und stilprägend. Und Leute, die früher mit Gitarre am Lagerfeuer am Fluss saßen, laden jetzt zum High Tech Grillen auf ihre geschmackvoll und chic möblierten Terrassen. Die sind wirklich schön und die haben Stil, das muss man respektvoll anerkennen. Aber wenn man hier deutlich anders unterwegs sein will, gerät man schon als „stilles Vorbild“ bisweilen ganz unfreiwillig in die Rolle des skeptisch und manchmal auch mitleidig beäugten Non-Konformisten. Das hat der Artikel wirklich sehr gut getroffen. Aber eigentlich ist es doch schade, dass wir uns bemühen müssen, nicht zu anders zu sein und irgendwie noch ins gängige Schema zu passen und nicht unser Lifestyle der Mainstream ist. Aber die Zeichen stehen gut, dass wir von Freaks zu coolen Pionieren werden!

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