Kaufen für die Freizeit

Wir gehen jetzt in den dritten Monat unserer Kaufdiät und haben tatsächlich schon drei unserer 12 Dinge für dieses Jahr gekauft. Ein paar neue Schlittschuhe für mich als Geburtstagsgeschenk, ein Fahrradhelm für die kleine Maus und ein neues Fahrrad für den kleinen Tiger.

Helm für die Kleine war einfach ein Muss für die kleine Laufradflitzerin, die vielleicht dieses Jahr auch noch radeln lernt. Dafür braucht sie das bisherige Rad des großen Bruders, das ihm als 5-Jährigem jetzt auch mit seinen 12 Zoll definitiv zu klein war.

Also musste noch ein neues Kinderrad für unseren Sohn her, das wir über Ebay Kleinanzeigen gebraucht gekauft und in einem nahegelegenen Stadtteil abgeholt haben.

Und die Schlittschuhe? Die Alten hatte ich vor 20 Jahren zu meinen damals noch aktiveren Eiskunstlaufzeiten gebraucht! gekauft. Jetzt wo ich gemeinsam mit den Kindern wieder im Verein laufe und mit meinen ausgefahrenen Dingern wirklich verletzungsgefährdet bin, hatte ich mir neue Schlittschuhe sehr gewünscht und sie dann vom geduldigsten Ehemann von allen als Geburtstagsgeschenk bekommen.

Mit allen drei Dingen sind wir besonders glücklich, weil sie wegen der Kaufdiät so besonders sind und uns wie ein großer Luxus vorkommen. Aus unserer Sicht waren es wirklich nötige Anschaffungen, zumindest wenn man weiter radeln und eislaufen gehen will, was beides zu unserem Familienleben dazu gehört.

Für mich ist diese Erkenntnis aus unserer Kaufdiät schon etwas überraschend: Freizeitaktivitäten sind bisher für uns der größte Kauftreiber (ich erinnere nur an unseren Kaufdiät-Fehltritt Schwimmnudel, mehr dazu hier…). Und das obwohl wir uns da wirklich für recht bescheiden gehalten haben. Wir pflegen eigentlich keine aufwändigen Hobbys oder Sportarten und die für unsere Freizeitaktivitäten nötige Ausstattung schien uns sehr überschaubar. Dachten wir… Aber wenn ich so all die Bälle, Badmintonschläger, Tischtennisschläger, Laufschuhe, Zelte, Schlittschuhe, Räder, Roller, Helme, Yogahosen, Luftmatratzen, Schlitten… zusammenzähle, muss ich feststellen, dass ich diesen Lebensbereich konsumtechnisch völlig unterschätzt habe. Wenn schon wir Ausstattungs-Puristen, die sich nicht mal Funktionskleidung zum Joggen gönnen, nicht Skifahren, Inlinern und was man sonst so üblicherweise macht, eine solche Liste zusammenbekommen, bekommt man eine Ahnung, was es für den weltweiten Ressourcenverbrauch heißt, wenn im Rest der Welt die Mittelschicht wächst und Zeit & Geld für Freizeitaktivitäten hat.

Das Traurige: Die Freizeitausstattung liegt vermutlich letztendlich übers Jahr gesehen am meisten ungenutzt herum. Das führt mich zu folgendem Entschluss: Uns kommen künftig nur noch Freizeitgegenstände ins Haus, die wir im Durchschnitt mindestens einmal im Monat benutzen, also mindestens 12 Mal im Jahr. Zumindest dieses Kriterium erfüllen unsere drei Gegenstände, die wir uns in der Kaufdiät gegönnt haben. Und das, was schon mal im Haus ist, könnte man ja auch wieder mal häufiger nutzen, zum Beispiel meine Laufschuhe… Neue Hobbys sind erst erlaubt, wenn die auseinanderfallen…

 

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Ein Gedanke zu “Kaufen für die Freizeit

  1. Pingback: Das zweite Jahr der Kaufdiät | KAUFDIÄT

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s