Nicht-Käufe

Immer schreibe ich über Fehltritte, Mangelerscheinungen und Probleme unserer Kaufdiät. Höchste Zeit, uns einmal zu loben für alles, was wir alles nicht gekauft haben, seit wir unsere Kaufdiät begonnen haben und unsere Nicht-Käufe in den letzten drei Monaten auch einmal zu würdigen. Ich muss sagen, dass wir vieles nicht vermissen, aber manches auch einen wirklichen Verzicht darstellt.

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Wir haben also trotz eines akuten Bedarfs (bisher) verzichtet auf:

  • eine neue Sonnenbrille für mich – meine alte ist letzten Herbst verloren gegangen – ich philosophiere derzeit, ob eine Sonnenbrille wirklich notwendig ist, mal sehen, wie die Entscheidung ausfällt, wenn es wirklich Sommer wird.
  • einen neuen Wintermantel für mich, was hieß, dass ich im April mit einem löchrigen (!) Mantel rumgelaufen bin, ich fürchte aber, die Anschaffung wird im Herbst nötig werden
  • einen neuen Rucksack für den kleinen Tiger: seiner wurde uns beim Schwimmkurs geklaut! glücklicherweise hat sein neuer Schulranzen einen Turnbeutel, den wir auch als Rucksack verwenden können.
  • neue Jeans für mich: ich leide unter akutem Hosennotstand und habe fast nur noch löchrige Hosen, auch hier wird wohl noch eine Anschaffung früher oder später nötig werden
  • keine einzige neue Strumpfhose für mich, seit Beginn der Kaufdiät stopfe ich fleissig!
  • ein neues CD-Laufwerk für unser Notebook, wir proben hier derzeit, wie weit wir ohne kommen
  • neue (größere) Untersetzer für unsere Balkonpflanzen, unser neuer Nachbar hat sich beschwert, weils beim Gießen tropft, aber die Oma hatte da noch was Geeignetes in ihrem Fundus
  • eine neue Mütze für mich: meine ist im März verloren gegangen, beim Wintersachen wegräumen ist nun zufällig eine ganz Alte, verloren Geglaubte wieder aufgetaucht, was für ein Glück!
  • einen neuen Ball für die Kinder: der Alte ist verloren gegangen, wir haben jetzt den von der Oma genommen.
  • eine neue Wanduhr
  • eine neue Brotzeitbox für die kleine Maus
  • eine neue Teekanne

Das sind alles Dinge, die ich eigentlich für völlig unverzichtbar und wichtig gehalten habe und ich bin sehr stolz, das wir bislang für alles Alternativen finden, reparieren oder den Kauf aufschieben konnten.  Auch das Aufschieben ist eine Strategie geworden, weil wir ja jeden Monat ein Ding kaufen dürfen. Dann müssen wir eben im Notfall einen oder auch mehrere Monate warten. Ehrlich gesagt, haben wir schon eine gewisse „Warte-Liste“ für unsere nächsten dringend nötigen Anschaffungen…

Wir hatten ursprünglich überlegt, ob unsere Kaufdiät nur erlauben soll, kaputte Dinge zu ersetzen. Die obige Liste zeigt, dass das viel zu kurz gegriffen hätte, weil wir dann alle diese kaputten oder verlorenen Dinge einfach nachgekauft hätten.

Dazu kommen all die Dinge, die wir nicht gekauft haben, obwohl es zwar keinen akuten Bedarf gab, aber es halt so verlockend gewesen wäre: Bücher, Schuhe, Kleidung,Spielsachen… Ich mache inzwischen eine Bogen um Tchibo, die Discounter-Wochenangebote bleiben mir glücklicherweise eh erspart, weil wir nur im Bioladen einkaufen. Nur die Schaufenster und vor allem die Buchhandlungen sind echt gefährlich. Und Kaufhäuser betrete ich am besten erst gar nicht… Und wie beim Junkie auf Entzug kann ich inzwischen sagen: Die Versuchung lässt nach, wirklich! (zumindest tagsüber, in meinen Träumen kann das schon mal anders aussehen…. :o))

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