Schöner Wohnen trotz Kaufdiät

In unserer neuen Wohnung angekommen, taten sich gefühlt zunächst Dutzende Notfälle auf: Gähnende leere Stellen in Räumen, heimatlos gewordenen Gegenstände auf der Suche nach einem neuen Verstauungsort, mit der großen Eingangsdiele/Esszimmer ein ganz neuer Raum, für den wir nicht wirklich geeignete Möbel hatten…

Aber mit den Wochen hat sich hier – auch dank Weihnachtsdeko – überraschenderweise doch ein ganz stabiles und vorzeigbares Wohn-Gleichgewicht eingestellt und wir sind auf einige kreative Lösungen gekommen, die wir hier einmal vorstellen möchten:

Unser bisheriger Küchen-Esstisch – nicht so groß ,wie er sein sollte, 20 Jahre alt, so eine preiswerte Platte auf vier Beinen vom Möbelschweden und eher hässlich – musste jetzt in der über 20 Quadratmeter großen Eingangsdiele plötzlich optisch die Hauptrolle spielen. Wir haben ihn frei gestellt, damit haben wir auf einmal genug Platz, es haben über Weihnachten sogar 8 Personen dran gesessen. Mit einer Tischdecke kaschiert macht er sich nun auch optisch ganz gut. Die muss ich jetzt halt oft waschen (Tischdecken und Kinder sind keine optimale Kombination).

Da die Diele/Esszimmer ein für uns völlig neuer Raum ist, für den wir keinerlei Möbel hatten (wir hatten vorher auch nur einen winzigen Flur), gab es außer dem Tisch zunächst nur gähnende Leere und ein Schuh-, Taschen-, Mützen-, Handschuhe- und Jackenchaos, da früher für diese Gegenstände als Aufbewahrungsorte genutzte Türen, Möbel und Treppenabsätze nicht mehr zur Verfügung standen. In der Diele sammeln sich zudem alle kleinen „Restmöbel“, die in anderen Räumen keine Platz mehr fanden, was uns eine wenig schöne Billy-Parade bescherte. Billy-Regale sind ideal um Schuhe aufzubewahren und auch für Handschuhe etc. geeignet. Unsere Rest-Billys hatten glücklicherweise alle Türen, so dass es auch optisch halbwegs akzeptabel wurde. Aber angesichts der herrlichen Altbauwohnung wünsche ich mir hier doch eher einen schönen Jugend-Stil-Dielenschrank her. Bis dahin hat die Weihnachtsdeko wirklich einiges rausgerissen. Ein auffällig platzierter Adventskalender für die Kinder, ein paar Zweige, Lichterketten etc. sorgten schnell für Wohnlichkeit. Mal sehen, wie sich eine kaufdiät-konforme Nicht-Weihnachtsdeko improvisieren lässt…

Und dann – unser ganzer Stolz gilt dieser kreativen Leistung: Alle anderen fehlenden Möbel haben wir mit Umzugskisten dekoriert mit den Vorhängen unserer alten Wohnung improvisiert! Wir wünschten uns eine gemütliche Bank in der Diele – zwei Umzugskisten (noch gefüllt mit nicht eingeräumten Gegenständen), Decke drüber, Kissen drauf – sieht super gemütlich aus! Uns fehlte ein Schränkchen für den Telefonkram und vor allem das zugehörigen Kabelgewirr: Umzugskiste, Vorhang drüber, Telefon und ein bisschen Deko drauf, fertig! Gähnende Leerstellen in der Diele? Umzugskiste, Vorhang drüber, Deko drauf, fertig! Umzugskartons sind wirkliche eine Universallösung für uns geworden und ersetzen zahlreiche fehlende Tischchen und Kleinmöbel. Und wir sind glücklich, dass wir für die Vorhänge wie für die Kisten eine sinnvolle Neunutzung gefunden haben.

Unsere Freunde, die uns rund um Weihnachten besuchten, sagten übereinstimmend, sie hätten nicht das Gefühl, dass es in der Wohnung an irgend etwas fehlte und es sähe alles schon recht fertig und gemütlich aus. Wir fühlen uns inzwischen auch so wohl, dass die Kisten vermutlich in vielen Fällen ein Dauerprovisorium werden. Zumindest können wir jetzt wahnsinnig entspannt im Rahmen unserer Kaufdiät nach Lösungen suchen. Wenn wir keine dringenderen Anschaffungen zu tätigen haben. Und ich bin inzwischen so durch die Kaufdiät geprägt, dass mich jede Nicht-Anschaffung mit tiefer Zufriedenheit erfüllt.

 

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