Kaputt-Kalender 2017

Das neue Jahr fängt genauso an, wie das alte aufgehört hat: Mit jeder Menge kaputten Dingen – jede Woche wieder mindestens eins. Kaum zu glauben? Lest selbst…

6. Januar:
Beim Abschmücken des Christbaums gehen drei Weihnachtskugeln zu Bruch. Na ja, das Problem wird uns frühestens im Dezember beschäftigen. Ich glaube, unser Weihnachtsbaum verträgt ohnehin etwas mehr Minimalismus…

12. Januar:
Das Korbtablett verliert einen Henkel. Gut, es ist auch schon über 16 Jahre alt. Und wurde von den Kindern regelmäßig als Kuscheltier-Zieh-Boot oder sogar zum Selberreinsetzen  zweckentfremdet. Aber doch recht ärgerlich, weil wir in der neuen Wohnung ein Esszimmer haben, also mehr Geschirr transportieren müssen. Na ja, bisher gehts auch ohne. Und soll man nicht ohnehin 10.000 Schritte am Tag laufen? Oder wir fassen das Tablett unter den Boden, das geht notfalls auch. Eigentlich war es eh hässlich, aber für ein Tablett wollen wir grad wirklich keinen wertvollen Monatskauf vorsehen. Und überhaupt, wird Zeit, das die Kinder das Tischdecken und – abräumen lernen…

16. Januar:
Meinen Stopfkünsten zum Trotz: Eine Socke ist unrettbar verloren, die Sohle ist durchsichtig und mehr Loch als Restsocke, deswegen wandert sie in den Müll. Die Partnersocke bleibt: Fast alle unserer Socken sind schwarz und wenn mal wieder eine aus welchen Gründen auch immer vereinzelt, wird das die Ersatzsocke.

18. Januar:
Eine Bluse hat einen Riss im Ärmel. Ich habe eine Weile überlegt, die Ärmel zu kürzen. Anderseits habe ich derzeit wenig langärmelige Oberteile. Ich lasse die Bluse im Schrank und beschließe, sie einfach weiter unter Pullis oder Jackett zu tragen.

20. Januar:
Eine Tupperdose hat mysteriöserweise ihren Deckel verloren. Unauffindbar. Na wer sagt´s denn: Unsere Schränke misten sich einfach von selbst aus! Irgendwann sollen Edelstahlboxen die Plastikdinger ersetzen, aber derzeit ist kein Monatskauf für so nen Krimskrams eingeplant. Kein Notfall, solange noch welche im Schrank sind.

31. Januar:
Der Staubsauger macht schlapp! Der Motor ächzt nur noch leise vor sich hin. Warum ausgerechnet der Staubsauger?? Wir haben drei Föns und zwei Wasserkocher – warum geht nicht davon einer kaputt? Hoffentlich finde ich einen Ort in der Stadt, wo ich den reparieren lassen kann!

1. Februar:
Die Wäschekiste geht zu Bruch – so eine praktische Plastikkiste zum Zusammenklappen. Es hat beim Wäschetransport einfach den Boden rausgebrochen. Ich konnte sie notdürftig wieder zusammenflicken, wenn man sie unter dem Boden anfasst, gehts noch ne Weile. Und wir haben noch eine andere. Dann müssen wir die saubere Wäsche in Zukunft wohl schneller verräumen und nicht mehr ewig in Kisten stehen lassen.

6. Februar:
Der Bilderrahmen mit dem Foto der kleinen Maus ist kaputt gegangen. Im Kindergarten sollen alle Kinder so ein gerahmtes Foto an ihrem Platz stehen haben. Ist im letzten Jahr schon mal passiert, da habe ich ihn nochmal geleimt. Jetzt also schon wieder kaputt. Bevor ich ihn nochmal vergeblich leime, suche ich eine Alternative in unserem Haushalt und finde den Bilderrahmen mit dem Bild vom Tiger. Der geht jetzt in die Schule und braucht sein Kindergartenbild nicht mehr. Voilá…

12. Februar:
Der Deckenfluter macht schlapp. Hoffentlich ist es nur die Halogenleuchte! Wir benutzen diesen Deckenfluter nämlich derzeit als Ersatz für die fehlende Esszimmerlampe. Da unser Esszimmer in der Diele ist, die nur durch Nachbarzimmer-Fenster Licht erhält, ist Licht hier besonders wichtig. Wir behelfen uns mit einer Lichterkette und einer alten Stehlampe ohne Schirm (da wollte ich eines Tages mal einen neuen zu basteln, wie gut, dass wir sie nicht weggeworfen haben!).

… Fortsetzung folgt…

An diesen Beispielen zeigt sich übrigens wieder ganz gut der enorme Effekt unserer Kaufdiät: Ohne unseren Konsumverzicht hätten wir ganz sicher ruckizucki mindestens Ersatz besorgt für das Tablett, die Bluse, den Staubsauger, die Tupperdose, den Bilderrahmen und die Wäschekiste. Und vielleicht auch für die Weihnachtskugeln, wenns grad im Schlussverkauf welche günstig gegeben hätte. Und das alles ohne auch nur drüber nachzudenken, wahrscheinlich mal so eben, wenn man eh in der Stadt ist. Einzig den Staubsauger hätten wir vermutlich als bewussten Neukauf wahrgenommen.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Gedanken zu “Kaputt-Kalender 2017

  1. Wegen deiner Lampe wollte ich nur schreiben: Es gibt eine Art Wunderheiler der Elektronik in deiner Stadt. Ich hab schon oft erlebt, dass ich Leute mit kaputten Lampen und Entsaftern dahin geschickt habe und die völlig begeistert waren, dass dieser, sehr pragmatische Kerl für wenig Geld ihre Sachen repariert. Und das schneller als erwartet. Normalerweise gibt er keinen Ausblick auf einen erfolgreichen Verlauf seines Eingriffs aber dann überrascht er doch.
    Es ist ein kleiner Laden Am Obstmarkt, zwischen Mullys und Thalia, aber man findet ihn nicht im Netzt nicht mal in den Gelben Seiten. Sonst wäre hier ein Link

    Gefällt mir

    • super, danke! Das ist ein toller Tipp, da muss ich unbedingt mal vorbei! Ich glaube, ich weiß, welchen Laden du meinst. Wusste gar nicht, dass er auch repariert!
      Aber die Lampe geht glücklicherweise wieder. War nur die Halogenleuchte.
      Viele Grüße
      Martina

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s