Wo kommt all das Plastik her und hin?

Allen Lesern, die sich das wie ich immer wieder einmal fragen, sei dieser aktuelle Artikel in der Wirtschaftswoche empfohlen! Ein super Überblick über das woher und wohin all unseres Plastikmülls.

Folgende Zahlen haben mich dabei besonders schockiert, aber auch ungemein zu weiteren Plastikvermeidungsschritten motiviert:

1960 wurden nur 15 Millionen Tonnen Plastik hergestellt. 2014 waren es schon 311 Millionen Tonnen. Für 2050 sind 1124 Millionen Tonnen prognostiziert! Gruselig!!!!

Plastik

Auch die Tatsache, dass 40 % der Plastikproduktion auf Verpackungen entfällt, die fast sofort wieder im Müll landen, sowie 20 % auf Konsumprodukte ist sehr aufschlussreich. Ich finde, das zeigt, dass man selbst schon einiges tun kann, um es nicht zu 1124 Millionen Tonnen kommen zu lassen.

35 % des Mikroplastiks im Meer stammt übrigens aus Textilien. Die Menge entspricht einer Plastiktüte pro Woche pro Person. Oder pro Jackenwaschgang bis zu 1,7 Gramm.

Hier kann ich also noch nachbessern. Ich muss das Thema Textilien unter diesem Blickwinkel nochmal neu bewerten. Das habe ich bislang irgendwie noch wenig im Blick gehabt. Gut, dass wir dank Kaufdiät ja ohnehin nur noch wenig Kleidung kaufen. Denn ich finde es gar nicht so einfach, plastikfreie Kleidung zu finden. Als zweite Sofortmaßnahme habe ich mir überlegt, manche Dinge weniger zu waschen. Gerade Kindersachen (und hier am meisten die plastiklastigsten Matschhosen und Jacken) sind ja eigentlich ständig dreckig. Man könnte sie im Grunde täglich waschen, was aber gleichzeitig auch wieder sinnlos ist, weil sie ja ohnehin schon am nächsten Tag wieder genauso aussehen. Also liebe Eltern: Mehr Schmutztoleranz im Auftreten unserer Kinder ist gefragt. Das macht ja auch weniger Arbeit und das noch mit einer tollen ökologischen Begründung. Endlich hat Plastikvermeidung auch mal eine bequeme Seite!

Wiedermal ein Beitrag für die Einab-Blogparade – schaut Euch da doch auch mal um, da gibts immer wieder tolle Tipps zum nachhaltigeren Leben:

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17 Gedanken zu “Wo kommt all das Plastik her und hin?

  1. Matschhosen werden bei uns frühestens nach einer Woche gewaschen. Bis dahin sind und bleiben sie matschig. Insgesamt ist die Matschkleidung aber nicht die breite Masse. Diese steckt in T-Shirts, Pullis, Hosen,Jacken aus und mit Polyester und das geht in wahnsinnsmengen über die Ladentische. Trendmode, Billigware.

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  2. Hallo!

    Sehr interessanter Beitrag auf den Du da verlinkst, danke!

    Sehr bemerkenswert finde ich die anderen Quellen für das Microplastik im Meer – der Reifenabrieb und der Schmutz der Straßen, die gemeinsam über die Hälfte Anteil haben!

    An den Reifenabrieb durch Autoreifen habe ich noch gar nie gedacht, aber klar, da steckt einiges dahinter!

    Danke fürs Verlinken von Deinem Beitrag zu EiNaB!

    lg
    Maria

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  3. Ohja, Textilien – ein übles Thema, bei dem auch ich nicht recht weiterkomme. Die letzte Jeans habe ich gezwungenermaßen mit Stretch-(also Plastik-)anteil gekauft; ich war durch X Läden, und es gab keine Nur-Baumwoll-Jeans, die mir auch nur ansatzweise gepaßt hätte 😦 Jeanskauf war noch nie leicht, aber dieser Aspekt ist neu.

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    • ach je, ist in Jeans auch Plastik? Die hatte ich jetzt gar nicht im Verdacht… Hab gleich mal meine Ökojeans gecheckt und siehe da: Auch 2 % Elasthan. Kann man sich überhaupt plastikfrei anziehen? Vielleicht ist es auch schon hilfreich, den Plastikanteil zu reduzieren: 2 % Elasthan = besser als 30 % Polyesther oder so?
      Viele Grüße
      Martina

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      • Ja, redzieren ist allemal besser. Aber diese Mischfasern sind halt auch schwieriger zu recyceln, da hängt gleich immer so ein Wurm dran… daß das sogar bei Ökojeans so ist, das hätte ich aber nicht gedacht 😦

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  4. Hallo Martina,
    vielen Dank für die Zahlen, das ist ja ernüchternd. Ich hoffe wirklich, dass die Menschheit bis 2050 die Kurve kriegt und auch die letzten einsehen, dass es so nicht weitergehen kann! Vielleicht ist das mit der Kleidung Anlass, Polyesterkleidung langfristig auszusortieren, damit sich beim Waschen nicht mehr Mikroplastik auslöst? Oder sollte man sie doch lieber länger tragen als wegzuschmeißen. Ich werde versuchen, Neukäufe in der Hinsicht zu vermeiden. Aber es steckt ja in vielen Stoffen drin. 100% Baumwolle ist angesagt, aber auch da ist zu hoher Verbrauch alles andere als Umweltfreundlich! Also Second Hand, aber ohne Polyester.
    Im Bezug auf die Matschhosen fühle ich mich gerade wie ein Schmutzfink. Die kommen vielleicht 3x pro Saison in die Waschmaschine 😀 Sind doch eh permanent matschig… 🙂
    Liebe Grüße und Danke fürs Mitmachen bei EiNaB!
    Marlene

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    • Hallo Marlene,
      ich bin froh, dass ich jetzt endlich gegenüber den Eltern stets adrett gekleideter Superkids ein gutes Argument für schmutzstarrende Jacken und Hosen habe… :o)
      Mich hat der Artikel jetzt dazu animiert, mich doch bei Textilien auch mal um das Thema Plastik zu kümmern, da habe ich mich bislang so drumrumgedrückt. Sieht man ja auch nicht so sehr, wie den täglichen Abfall.
      Wir werden unsere bestehende Kleidung natürlich trotzdem weiter tragen und unserer Kaufdiät den Vorzug geben. Irgendwie kommt mir ein Wegwerfen jetzt auch nicht sinnvoll vor. Auch Baumwollproduktion ist ja eine krasse Umweltbelastung. Aber bei Neuanschaffungen will ich jetzt auch mal stärker drauf sehen. Was bin ich froh, dass wir Kaufdiät machen, da kommen Kleiderneukäufe glücklicherweise selten vor… :o)
      Viele Grüße
      Martina

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      • Hallo Martina,
        da hast du recht! Den Großteil unserer Kindersachen übernehme ich auch gebraucht von anderen. Das spart Ressourcen, allerdings hab ich da auch keinen Einfluss auf den Plastikanteil.
        Viele Grüße,
        Marlene

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      • ja, ich habe jetzt beschlossen, bei Kleiderkäufen in folgender Reihenfolge (ich brauche immer eine Prioritäten-Reihenfolge) zu entscheiden: 1. Weiterverwenden, solange es geht (mit oder ohne Plastik), 2. Gebraucht kaufen (mit oder ohne Plastik), 3. neu kaufen (Bio & Fair) 4. möglichst ohne Plastik. Mal sehen, wie das funktioniert, wir kaufen jetzt ja eh so selten neu…
        Viele Grüße
        Martina

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      • Hallo Martina, das ist ein wirklich sinnvolles Ranking – meins ist fast genauso. Manchmal kommt noch Selbernähen dazu (und dabei: Wiederverwenden alter Stoffe; Neukauf von Bio/Fairen Stoffen). Allein so darüber nachzudenken, reduziert den „Kaufrausch“ ganz ungemein. Dieses Jahr führe ich außerdem noch eine Einkaufsliste darüber, was ich tatsächlich für mich an Kleidung kaufe. Einfach nur, um zu überprüfen, ob ich nur gefühlt wenig kaufe oder tatsächlich (man vergisst dann ja vielleicht im Laufe des Jahres das eine oder andere oder redet es sich schön :-D). Liebe Grüße, Marlene

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  5. Hallo! Mit den Verpackungen müssen doch auch die industriellen Verpackungen gemeint sein nicht nur die der privaten Haushalte. also z.B meterweise Strechfolie um jede Palette Wein, Klopapier etc.
    Oder sehe ich das falsch?

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